Schadstoffe

Die Luft: Schadstoffe, Gase und Krankheitserreger

Generell wird im Zusammenhang mit Schadstoffen zwischen natürlichen und künstlichen Belastungen unterschieden. Unter die natürlichen Belastungen fallen zum Beispiel kleinste Teilchen von Staub, die nicht nur im Alltag über den bekannten Hausstaub an die Luft treten, sondern auch über Gestein, das Kleinstteilchen absondert.

Im Folgenden finden Sie einen Überblick zu unterschiedlichen Schadstoffen und Bestandteilen in der Luft. Luftreiniger helfen Ihnen dabei Schadstoffe aus der Luft zu entfernen.

Natürliche Belastungen:

Viren

Beim Virus handelt es sich um einen infektiösen Partikel, der ansteckend ist und sich vermehrt. Es gibt unterschiedliche Übertragungsformen eines Virus. Viruspopulation unter dem MikroskopIn Form der Tröpfcheninfektion wird ein Virus über die Luft übertragen. Auch eine Übertragung mittels Oberflächen ist möglich. Beim allseits bekannten Niesen verteilen sich Viren bei Erkältungen oder grippalen Infekten innerhalb eines geschlossenen Raumes. Gerade in Mehrpersonenhaushalten ist es daher sinnvoll bei Krankheitsfällen noch häufiger zu lüften. Damit vermindern Sie das Risiko Familienangehörige oder andere Mitbewohner anzustecken.

Keime

Als Keim bezeichnet man die frühe Form von Lebewesen. Im Alltag begegnen uns Keime jedoch nicht nur bei Pflanzen in Gärten, sondern auch im Zusammenhang mit Krankheiten. Überall dort, wo nicht ausreichend gereinigt und gelüftet wird, liegt eine erhöhte Keimbelastung vor. Keime unter dem MikroskopKeimerreger verbreiten sich vielfach über warmes Wasser. So gibt es sogenannte Legionellen, die während des Duschens über die Atmung aufgenommen werden. Der Wasserdunst ist in die Fällen der Träger von Keimen. Außerdem bilden diese Arten von Bakterien teilweise Resistenzen gegen Medikamente, wodurch eine Behandlung erschwert wird. So genannte multiresistente Keime sind besonders gefährlich für Menschen. Folge von Keim-Infektionen können Blutvergiftungen, Lungenentzündungen und Wundinfektionen sein. Eine Übertragung über die Luft ist möglich.

Staub

Der Begriff „Staub“ umfasst als Sammelbezeichnung kleinste Partikel, die sich auf Gegenständen absetzen, aber auch in der Luft verweilen können. Eine Untergliederung verschiedener Staubformen erfolgt zumeist nach der Größe der Partikel. Je nach Staub-Typ gibt es organische oder anorganische Materialien. aufgewirbelter StaubEine verbreitete Allergie im Zusammenhang mit Staub ist die Hausstauballergie, an der nach Expertenschätzungen rund 12.000.000 Deutsche leiden. Wer an der Allergie leidet, diese jedoch nicht ernst nimmt und sich weiterhin den Belastungen aussetzt, muss nach einigen Jahren mit Allergischem Asthma rechnen. Ein Allergietest beim Facharzt hilft dabei, die Allergie festzustellen oder auszuschließen. Die für die Allergie verantwortlichen Milben befinden sich auch im Haushalt, auf Teppichen, Möbeln und trockenen Orten.

Pollen

Pollen bilden sich bei Pflanzen und bestehen aus Pollenkörnern. Im Frühling beginnt zumeist der Pollenflug, unter dem Millionen Deutsche jährlich leiden. Der Pollenflug geht meistens schon im Februar los. Pollen im FrühlingDie Pollen gelangen zumeist über die Atemwege in den Körper. Symptome sind eine gereizte Nase und Atemwege, deren Ursache im Kontakt mit den Blütenpollen liegt. Die Nasen-schleimhaut wird gereizt und allergischer Schnupf entsteht. Reagieren Sie allergisch auf bestimmte Pollen, müssen Sie niesen, Ihre Nase ist verstopft und gereizt. Viele Betroffene helfen sich bei Heuschnupfen dadurch, dass Sie sich innerhalb geschlossener Räume aufhalten, Sonnenlicht meiden und die Pollen durch Duschen aus der Nase entfernen. Je nach räumlicher Situation und Windaufkommen kann es sogar sein, dass Pollen durch das tägliche Stoßlüften in die Wohnung kommen. Luftreiniger können dabei helfen, Pollen zu binden, die sich in der Raumluft befinden.

Schimmelsporen / Schimmel

Eine Schimmelspore ist ein wenig zelliges Lebewesen, was sich ungeschlechtlich vermehrt und von Bakterien gebildet wird. Je nach der Art der Spore erfolgt eine Unterscheidung in Meiospore oder Mitspore. Solche Sporen befinden sich zumeist in der Luft und können damit auch in die Atemwege von Menschen gelangen. Luftreiniger helfen gegen SchimmelsporenWenn bei Ihnen Schimmelgeruch vorliegt, liegt höchste Alarmbereitschaft vor. Für diesen Geruch sind Pilze und Bakterien verantwortlich, die sich an Oberflächen absetzen und durch ihr Wachstum den unangenehmen Geruch erzeugen. Luftreiniger helfen dabei die Raumluft vom lästigen Geruch zu befreien und können darüber hinaus Schimmelsporen verarbeiten.

Dunst

Bei Dunst handelt es sich um kleinste Wassertröpfchen, die sich zum Beispiel beim Kochen bilden können. Im Unterschied zum Dampf ist der Dunst flüssig und nicht gasförmig. Dunst auf einer Anhöhe Um gegen Dunst vorzugehen, gibt es in vielen Küchen auch Dunstabzugshauben, die die Wassertröpfchen ansaugen und für ein verbessertes Raumklima sorgen sollen.Beim Kochen wird die Raumluft mit Fettpartikeln und Gerüchen angereichert. Dunst, der sich an Wänden ablagert, kann zu Schimmel führen. Achten Sie beim Kochen darauf, dass Sie während und nach dem Kochen ausreichend lüften. Luftreiniger in der Küche unterstützen Sie dabei den Dunst zu verwirbeln.

Tierhaare

Im Alltag begegnen uns Tierhaare in der Luft zumeist von Haustieren, wie Hund, Katze, Kaninchen und anderen kleineren Mitbewohnern. Es gibt hunderttausende Menschen in Deutschland, die an einer Katzen- oder Hundehaarallergie leiden. katzeDie Haare oder Hautschuppen der Tiere sorgen dafür, dass Atemwege, Augen bzw. Nasen gereizt werden. Weitere Symptome sind Juckreize an Augen, verstopfte Nase und regelmäßiger Husten. Wenn Sie ein Haustier haben und sich nicht von diesem trennen möchten, kann ein Luftreiniger dabei behilflich sein, die Haare und Hautschuppen in der Luft zu beseitigen.

 

Künstliche Belastungen:

Tabak- und Zigarettenrauch

Eine der Hauptgründe für verunreinigte Luft in unserem Alltag ist der Rauch von Zigaretten und anderen Tabakerzeugnissen. Besonders in Raucherhaushalten beeinflusst der Qualm den Alltag und ist fester Bestandteil der Raumluft. Selbst mit regelmäßigem Lüften ist es nicht möglich in Raucherwohnungen für ausreichend frische Luft zu sorgen. Viele Menschen schwören deshalb auf Luftreiniger, die die schädlichen Rauchpartikel umwandeln.

Benzol

Als farblose Flüssigkeit wird dieses Lösungsmittel hauptsächlich über die Verarbeitung von Erdöl gewonnen und ist ein wichtiger Bestandteil des Benzins. Über den Kfz-Verkehr gelangt Benzol an die Außenluft. Vergiftungen sind sehr schädlich für den Menschen und können krebserregend sein. In der normalen Außenluft ist der Benzolanteil jedoch recht gering.

Blei

Blei gehört zur Gruppe von Schwermetallen und hat das Elementsymbol Pb. Das Schwermetall gelangt bei Verbrennungsvorgängen an die Luft. Vor einigen Jahrzehnten wurden in der Autoindustrie bleiorganische Verbindungen vermehrt als Antiklopfmittel eingesetzt. Im Alltag ist besonders die Industrie ein Erzeuger von Bleiemissionen. Außerdem werden durch Gebäudeheizungen Anteile von Blei freigesetzt.

Rußpartikel

Unter Rußpartikeln versteht man Nebenprodukte von Verbrennungsprozessen, die uns im Alltag in der Industrie, beim Kfz-Verkehr, aber auch daheim im Zusammenhang mit einem Kamin begegnen. Ruß kann Krebs auslösen, da bei der Verbrennung aromatische Kohlenwasserstoffe entstehen. Auch an Heizungsanlagen finden sich gelegentlich Rußpartikel, die an die Luft treten können.

Kohlenmonoxid

Dieses Gas hat die chemische Bezeichnung CO und ist mit dem Gas Kohlendioxid (CO2) verwandt. Die Entstehung des Gases geht auf die unvollständige Verbrennung von Holz, Kohle oder anderer Gase zurück. Die Bildung von Kohlenmonoxid im Haushalt ist nicht ungewöhnlich. Ob beim Kamin oder Gasleitungen – wenn das Gas, was bei der Verbrennung entsteht, nicht richtig abziehen kann, bedeutet dies eine Gefahr für den Menschen. Liegt eine hohe Belastung von Kohlenmonoxid in der Raumluft vor, sollten Sie sich an einen Spezialisten wenden.

Kohlenstoffdioxid

Menschen produzieren beim Atmen Kohlenstoffdioxid und geben es an die Luft ab. Es zählt zu den eher ungiftigen Gasen. Problematisch beim Thema Kohlenstoffdioxid ist die Förderung des Treibhauseffektes. Die unnatürliche Erderwärmung hat negative Folgen, etwa das allmähliche Schmelzen der Pole.

Stickoxide

Bei Stickoxiden handelt es sich um eine chemische Verbindung mit der Formel NO. Stickoxide entstehen beim Konsum von Zigaretten, bei Motorengebrauch oder in der Industrie in Zusammenhang mit Kraftwerken. Je mehr in ihrer räumlichen Umgebung geraucht wird, desto höher ist der Anteil an Stickoxiden in der Raumluft.

Schwefeldioxid

Dieses Gas hat die chemische Bezeichnung SO2 und ist ein stechend riechendes, giftiges Gas. Wenn Erdöl verbrennt, bleiben teilweise Schwefelreste beim Diesel oder Heizöl zurück. In den 80er Jahren bekam dieses Gas ungeliebte Berühmtheit im Zusammenhang mit „saurem Regen“. In der Natur wird das giftige Gas von Vulkanen freigesetzt. Im Alltag finden wir Schwefeldioxid bei unterschiedlichen Verbrennungsprozessen in der Industrie, aber auch im Haushalt. Der Anteil im Haushalt von Schwefeldioxid ist in der Regel sehr gering, zum Beispiel im Heizöl.

Ozon:

Ozon ist ein chemisches Molekül (O3), das aus drei Sauerstoffatomen besteht. Als Gas schützt Ozon die Lebewesen auf der Erde vor der Sonneneinstrahlung. Gefährlich ist es dennoch, da es als Oxidationsmittel die Atemwege von Menschen und Tieren angreift.

Im Zusammenhang mit Luftreinigern kommt Ozon oft zum Einsatz. Die Hersteller achten allerdings in den meisten Fällen darauf, dass die Ozon-Funktion an- und wieder ausgeschaltet werden kann. Mit einer Ozonreinigung lassen sich viele Gerüche schneller und gründlicher beseitigen als mit anderer Filterung. In Gebrauchsanweisungen der Hersteller wird in der Regel auf den sorgsamen Umgang mit Ozon hingewiesen.

Sollten Sie eine Reinigung über die Ozon-Funktion vornehmen, so ist es sinnvoll, sich nur vorübergehend im Raum aufzuhalten und nach der Reinigung die Räume gründlich zu lüften.

Wesentliche Belastungen der Luft im Überblick:
  • Natürliche Belastungen: Viren, Keime, Pollen, Sporen, Staub, Dunst, Tierhaare
  • Künstliche Belastungen: Rauch, Benzol, Blei, Ruß, verschiedene Oxide und Ozon