Allgemeine Erklärungen zu Luftreinigern

Was ist ein Luftreiniger?

Ein Luftreiniger ist ein technisches Gerät, mit dem die Raumluft von Schadstoffen und Gerüchen befreit werden kann. Luftreiniger sind auf unterschiedliche Raumgrößen ausgerichtet. Diese Geräte bedienen sich verschiedener Verfahrensweisen, um mit Verunreinigungen in der Luft umzugehen. Wichtig ist die Unterscheidung zu anderen Geräten, die mit Veränderungen in der Raumluft zu tun haben. Luftreinigern sind abzugrenzen von Heißluftreinigern, Luftbefeuchtern und Luftentfeuchtern.

Heißluftreiniger arbeiten mit Wasserdampft. Der Wasserdampf tritt aus dem Heißluftgerät aus und kommt mit verunreinigten Oberflächen in Kontakt. Im Zusammenspiel mit hohem Druck lösen Heißluftreiniger Verschmutzungen, die anschließend leicht weggewischt werden können.

Luftbefeuchter werden dagegen eingesetzt, um den Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft zu steigern. Vor allem in stark geheizten Räumen kommen diese Geräte zum Einsatz, um die relative Feuchtigkeit der Luft zu steigern. Gereizte Augen und ein kratzender Hals können dafür sprechen, dass die Umgebungsluft vielfach zu trocken ist. Luftbefeuchter reichern die Luft mit Feuchtigkeit an und werden auch Luftwäscher genannt.

Luftentfeuchter schließlich tun das Gegenteil. Diese Geräte befreien Räume und Orte von Feuchtigkeit. Hängt in Zimmern vielfach nasse Kleidung, so steigt die Gefahr der Schimmelbildung, weil sich das Wasser der Wäsche an Wänden absetzt. Die Luftentfeuchter helfen dabei Feuchtigkeit zu senken. Darüber hinaus kommen die Geräte bei der Trocknung von Verputz und Estrich zum Einsatz.

Luftreiniger schließlich bekämpfen schlechte Gerüche und befreien die Raumluft von Schadstoffen. Mit unterschiedlichen Filtern binden Luftreiniger Partikel in der Luft und sorgen für ein angenehmeres Raumklima.

Sind Luftreiniger eine Alternative zum Lüften?

Das tägliche Lüften in Wohnungen und Häusern ist nicht nur wichtig, um eine höhere Lebensqualität zu haben. Es sorgt gleichzeitig dafür, Schimmel an Wänden zu vermeiden, Gerüche zu mildern und Schadstoffe durch den Luftzug nach außen zu vertreiben. Allerdings gibt es Jahreszeiten, in denen geöffnete Fenster auch Nachteile haben. Besonders im Herbst und Winter kühlen Wohnungen und Häuser bei niedrigen Temperaturen schnell aus. Daher sollte auf die Zeitspanne der Lüftung besondere Rücksicht genommen werden.
Es wird empfohlen, Fenster je nach Temperatur nur eine bestimmte Anzahl an Minuten geöffnet zu lassen. Der Richtwert ist pro Grad Celsius eine Minute, wobei die geringste Zeitspanne vier Minuten umfasst. Nun ist es allerdings möglich, dass vier Minuten nicht ausreichend sind, um für angenehme Luft zu sorgen. Je nach Wohnungs- bzw. Raumsituation ist die Konzentration an Schadstoffen in der Luft unterschiedlich. Allgemein lässt sich festhalten, dass bei Rauchern und Menschen mit Atemwegsleiden zwei- oder dreimaliges Lüften am Tag sicherlich nicht dafür sorgt, dass die Atemluft ausreichend gereinigt ist.
Sind ihre Atemwege regelmäßig gereizt? Empfinden sie das Raumklima oft als unangenehm oder vielleicht sogar belastend? Ein Luftreiniger kann in solchen Fällen in der Kombination mit dem täglichen Lüften ein probates Hilfsmittel sein. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Luftreiniger weniger eine Alternative als vielmehr eine Ergänzung zum täglichen Lüften ist. Besonders nachts im Schlafzimmer bei geschlossenem Fenster können Luftreiniger die Luft auffrischen. Vor dem Einsatz des Luftreinigers wird empfohlen das Zimmer mindestens 5 Minuten Stoß zu lüften. Schließen Sie anschließend die Fenster und schalten Sie den Luftreiniger an.

Zusammenfassung zu Luftreinigern vs. offenen Fenstern:

  • Tägliches Lüften hilft dabei für Frischluft zu sorgen und Schimmel zu vermeiden
  • Luftreiniger ergänzen ein regelmäßiges Lüften
  • Luftreiniger eignen sich für den Betrieb bei geschlossenen Fenstern – Nachts und über Tag